Medikamente

Aktuell:

Mycoplasmen wie Grippe zerstören das Lungengewebe

Nach Jahren ohne Antibiotika im Mastbereich erwischte uns Ende des Jahres 2018 wetterbedingt ein grippeähnliches Krankheitsbild.

Leider starben innerhalb einer Woche 6 ausgewachsene Mastschweine, was ich als Landwirt zutiefst bedauere und mich zur gezielten Abgabe von antibiotischen Medikamenten veranlasst hat.

Vorsorglich bekamen alle Tiere unter 60kg Gewicht in intensiver Absprache und Betreuung durch den Tierarzt eine 6-tägige Antibiotika Gabe, nachdem die zuvor erfolgten Versuche einer Behandlung mit Eukalyptus, Weidenrinde und weitern Kräutern keine Linderung brachten.

Bislang verzichtete ich beuwßt auf eine vorsorgliche Impfung, im Zuge der akuten Bedrohung des Gesundheitszustandes meiner Herde habe ich eine Impfung aller Tiere unter 50Kg veranlasst. Zukünftig plane ich eine vorsorgliche zweiteilige Impfung der Ferkel nach 7 bzw. 28 Tagen um zukünftige Antibiotikabehandlungen zu vermeiden.

Zum Glück schlug die jetzige Medikation sofort an, sodass im Moment keine Schweine mehr leiden und alle wohlauf sind. Ich führe das auf den Umstand zurück, dass mein Tierbestand nicht generell mit Antibiotika gemästet wird und somit keine Resistenzen vorhanden sind.

Wenig Stress bedeutet wenig Antibiotika!

Schweine sind durchaus intelligente Tiere und darum auch sehr anfällig für Stress. Ähnlich den Menschen macht auch dieser Stress krank und schwach.

Die Wunderwaffe gegen die Folgen sind in den Großbetrieben nach wie vor Antibiotika.
Nicht bei uns!

Der QS-Antibiotikamonitoring-Therapieindex liegt bei unserem Tierbestand im ersten Quartal 2018 wie immer bei 0,00.

Antibiotikamonitoring-Therapieindex der QS-Zertifizierungsstelle liegt bei 0,00% im 1. Quartal 2018

Der QS-Antibiotikamonitoring-Therapieindex liegt bei unserem Tierbestand im ersten Quartal 2017 wie immer bei 0,00.

Bescheid: QS-Antibiotikamonitoring 2017 liegt bei 0,00% im 1. Quartal 2017


Unsere Methode

zur Gesunderhaltung des Bestandes sind gute Lebensbedingungen für die Mutter-Sauen, Ferkel und Mastschweine.

Meine Meinung:
Antibiotika können Menschenleben retten und haben in der Tier-Mast bei guten Haltungsbedingungen keine Berechtigung,
 

Verlauf:

Neu seit dem vierten Quartal 2015: Kritische Antibiotika!

Erstmals beinhaltet die vierteljährliche Auswertung der Antibiotikaabgaben einen zusätzlichen Therapieindex zum Einsatz sogenannter kritischer Antibiotika (Präparate der Wirkstoffgruppen Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation).

2015:

QS-Therapieindex liegt bei 0,0% in der Schweinemast

 

 

 

2016:

QS-Antibiotikamonitoring / Schweinemast Bericht 2-2016 0,00% verwendete Antibiotika

Gemeint sind Medikamente bzw. Antibiotika, die auch für die Humanmedizin wichtig sind.

Dieser seit November 2015 für Tierhalter und Tierärzte zusätzlich berechnete spezifische Therapieindex für die Gruppe der kritischen Antibiotika zeigt, dass die bei Schweinen und Geflügel eingesetzten Mengen dieser Antibiotika in den Betrieben im QS-System ebenfalls rückläufig sind. Wurden im Jahr 2014 noch 7,65 Tonnen abgegeben, beträgt die Menge 2015 nur noch 6,57 Tonnen – ein Minus von 14,1 Prozent.

Bei den „normalen" Antibiotika zeichnet sich ein Rückgang um 21,5% ab. Mehr dazu steht auf der Webseite der QS Qualität und Sicherheit GmbH.

Zur Beachtung:
Dieser Rückgang könnte jedoch trügerisch sein. Machen Sie sich bitte selbst ein Bild davon - wir empfehlen dazu den Beitrag:

Auszug:
...Doch in einigen anderen Bundesländern scheint das nicht der Fall zu sein. In Nordrhein-Westfalen haben rund 2300 Tierhalter - etwa ein Fünftel aller meldepflichtigen Betriebe - nichts in die Datenbank eingetragen. Das teilte das Ministerium auf Anfrage von NDR, WDR und "SZ" mit. In Schleswig-Holstein fehlen Angaben von rund 40 Prozent und in Baden-Württemberg sogar von mehr als der Hälfte der Betriebe.
Wenn ein Hof keine Daten übermittelt, wird es automatisch so gewertet, als hätte der Betrieb keine Antibiotika eingesetzt...

Na super, so funktioniert also der statistische Rückgang von Antibiotika in der menschlichen Nahrung. Für mich gilt deshalb nach wie vor:

Als verantwortungsbewusster Landwirt sehe ich mich in der Pflicht, sowohl im Sinne des Verbraucherschutzes, als auch im Sinne des Tierschutzes, die mir anvertrauten Tiere mit größter Sorgfalt in einer artgerechten Umgebung zu „erzeugen" bzw. zu mästen und den Einsatz hochwertiger Antibiotika zu vermeiden.

Weitere Informationen zum Antibiotika-Monitoring finden Sie auf der Seite Links.